Die Craniosacrale Körpertherapie ist eine ganzheitliche, sanfte und tief wirkende Körperarbeit, welche aus der Osteopathie heraus entstanden ist. In der Osteopathie weiß man um das Zusammenspiel und die gegenseitige Beeinflussung aller Körperstrukturen. In der Craniosacralen Therapie liegt die Aufmerksamkeit dabei auf dem Craniosacralen System der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit (=Liquor), das unser Gehirn mit Nährstoffen versorgt und im Inneren unseres Körpers rhythmisch pulsiert. Dieses Pulsieren ist als sehr feine Gezeitenbewegung im ganzen Körper spürbar und wird auch „Atem des Lebens“ genannt.

 

Das Craniosacrale System hat direkten Einfluss auf unser inneres Wohlbefinden, auf das Immunsystem, den Hormonhaushalt, das endokrine System, Muskelskelettsystem, und andere wichtige Körperfunktionen. All unsere Erfahrungen, körperlicher wie seelischer Art, sind in unseren Gewebsstrukturen gespeichert und über Berührung und Körperwahrnehmung abrufbar.

Über die erfahrene und einfühlsame Arbeit an den bindegewebigen und knöchernen Strukturen ist es möglich, die feinen Bewegungen des Flüssigkeitssystems am ganzen Körper zu erfassen und Blockaden, die zu Störungen des Craniosacralen Systems führen, zu lösen.  Damit wird eine tiefe Regeneration aller Gewebsschichten ermöglicht und die körpereigenen Selbstheilungskräfte werden angeregt.

 

 

Craniosacrale Therapie hat sich als sehr hilfreich erwiesen:

 

Während der Schwangerschaft:

  • um ein enges oder verschobenes Becken zu regulieren und dadurch die bevorstehende Geburt zu erleichtern
  • um die stattfindenden körperlichen und seelischen Veränderungen besser zu integrieren
  • bei Ischiasproblemen, Schwangerschaftsübelkeit und Erschöpfung
  • bei vorangegangenen geburtsbezogenen Traumata (z.B. Fehlgeburt, Kaiserschnitt, schwierige Entbindungen)
  • um einem Kind in Quer- oder Beckenendlage in die richtige Geburtsposition zu helfen
  • zur Entspannung und Förderung der Körperwahrnehmung als Vorbereitung auf eine bewusste Geburt

 

Nach der Entbindung:

  • um die Schädelplatten und duralen Strukturen des Kindes zu überprüfen und zu regulieren, bei Schiefhals und KISS-Syndrom
  • um traumatische Erlebnisse bei Mutter und Kind besser zu verarbeiten
  • um das Becken der Frau zu überprüfen und eventuelle Fehlstellung zu korrigieren
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©Karen Sippl-Spradley, Rohrbach